| Helikopter |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Freitag, den 24. Dezember 2010 um 11:49 Uhr |
HUBSCHRAUBER - ALLGEMEINESDie Klasse der Modellhubschrauber wird auch als die Königsklasse des Modellflugsportes bezeichnet (mittlerweile muß er sich diese Auszeichnung allerdings mit anderen Modellflugsparten teilen (z. B. mit den XXL Kunstflugmodellen der 3 Meter Klasse). Das liegt weniger an der Komplexität des Modellhubschraubers an sich als mehr an dem Erlangen der Fähigkeit, die Steuerung eines Modellhubschraubers zu beherrschen. In den Anfängen ferngesteuerter Modellhubschrauber (Anfang der 70er Jahre) galt es schon fast als unmöglich, einen Hubschrauber per Fernbedienung vernünftig steuern zu können. Richtig ins Rollen kam der Stein durch einen von der Firma Simprop in Harsewinkel ins Leben gerufenen Wettbewerb für ferngesteuerte Modellhubschrauber. Gewonnen wurde dieser Wettbewerb damals von einem jungen Ingenieur namens Dieter Schlüter (noch heute bekannt als "Vater des Modellhubschraubers" und Entwickler der "Schlüter-Mechanik" bzw. der "Comeback-Mechanik") durch einen nur wenige Sekunden dauernden, halbwegs gesteuertern Flug (ich war natürlich selbst nicht dabei, habe aber viel darüber gelesen). Von da an war die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten, denn es war klar, das es geht. Heute ist es kein Problem mehr, einen Hubschrauber mittels Fernbedienung mit allen möglichen und unmöglichen Figuren durch die Luft zu bewegen. Die Palette reicht von präzise geflogenen Schwebeflugfiguren bis zu wilden Kombinationen aus Überschlägen, Pirouetten Rücken- und Rückwärtsflügen (allgemein als "3D-Fliegen" bekannt). Auch die Ausführungen der Hubschrauber sind sehr vielfältig geworden. Das Erscheinungsbild eines RC-Hubschraubers reicht vom Mini-Heli mit einem Rotordurchmesser von weniger als einem halben Meter, mit dem man sogar (entsprechendes Training vorausgesetzt) in der Wohnung fliegen kann bis hin zum vorbildgetreuen Helikoptermodell mit einem Rotordurchmesser von über 3 Metern. Der Antrieb reicht heute vom Verbrennungsmotor aller Klassen über den immer populärer werdenden Elektroantrieb bis hin zum vorbildgetreuen Antrieb mittels Wellenleistungsturbine. Dadurch wird es fast schon zur Philosophiefrage, mit was ein Einsteiger anfangen sollte. Als kleine Grundregel kann gelten: Nicht zu klein, nicht zu groß und nicht vorbildgetreu. Ideal sind Modellhubschrauber mit Rotordurchmesser zwischen 1,25 und 1,60 Meter in einem Trainerrumpf, entweder mit Elektro- oder Verbrennerantrieb. Der Turbinenantrieb ist zur Zeit noch den "Profis" in diesem Bereich vorbehalten und sicher nicht für den Einstieg zu empfehlen. Das Zusammenstellen der richtigen Komponenten (Modell, Antrieb, Fernsteuerung, externes Zubehör wie Ladegerät oder Startbox) sollte man am besten zusammen mit einem erfahrenen Modellflieger oder einem guten Händler durchführen, hier am Anfang die richtigen Kombinationen zu finden ist nicht einfach. Modellflieger, welche einem gerne weiterhelfen, findet man in den verschiedenen Internetforen und natürlich auch auf einem Modellflugplatz. Den Einstieg kann man auch ganz ohne fremde Hilfe bewerkstelligen, aber es ist sicher nicht der günstigste und bestimmt auch nicht der erfolgreichste Weg. Es ist auch nicht erforderlich, vorher schon ein Flächenflugmodell in der Luft zu beherrschen. Es ist zwar beim späteren Steuern eines Hubschraubers im Rundflug hilfreich, aber das Schweben muß man auch als erfahrener Flächenflieger von Grund auf erlernen. Eine tolle Möglichkeit, mal in die Modellhubschrauberwelt ohne des Riskos eines Bruches reinzuschnuppern, bieten heutzutage die mittlerweile sehr realistischen Modellflug-Simulatoren für Heimcomputer. Einem ernsthaft interessierten Einsteiger sei auf jeden Fall zu raten, sich einen solchen Simulator anzuschaffen. Er hilft nicht nur beim Einstiegstraining, sondern kann auch später immer wieder für das Trainieren neuer Figuren benutzt werden. Außerdem hilft er ein bißchen über Schlechwetterperioden hinweg ;-) Mein Anfänge im Bereich den Modellhubschraubers gehen zurück auf das Jahr 1988. Mich haben diese Fluggeräte schon immer fasziniert. Nach einigen Jahren des Flächenfliegens konnte ich mich dann nicht mehr zurückhalten und ich schaffte mir einen Modellheli an. Mein erster Hubschrauber war ein Graupner/Heim Uni-Star 60 mit einem 61er Rossi-Motor (10 ccm) und einem Rotordurchmesser von 1,60 m. An das Landegestell schraubte ich damals einen durch Alukreuze gehaltenen "Hula-Hupp-Reifen" (zugegebenermaßen war der etwas groß), welcher den Hubi am Umkippen hinderte, wenn ich ihn mal wieder etwas unsanft runterplumsen ließ. Ich werde wohl nie diese Erfolgserlebnisse vergessen, als ich das Modell plötzlich 20 sec. am Stück schweben lasse konnte, dann schon über eine Minute und recht schnell dann mehrere Minuten ohne Absetzen. Allerdings jagte zu dieser Zeit der Heli mehr mich über den Platz als ich den Heli. Aber die Beherrschnung des Modells wurde immer besser und nach ca. 3 Monaten Training traute ich mich an den ersten Rundflug heran, welcher aufgrund meiner Erfahrung im Flächenfliegen auch recht gut klappte. Der Übergang zum Schwebeflug (was vor der Landung immer ratsam ist gestaltete sich zwar noch etwas problematisch und passierte dann auch in ca. 20 - 25 Meter Höhe, aber ich konnte mit zitternden Fingern den Heli wieder heil ins Gras setzen. Mit der Zeit wurde auch das besser und ich konnte den Hubschrauber dort stoppen und in der Höhe, in der ich wollte. Am Ende meiner ersten Hubschrauber-Saison flog ich weiträumige Achten vor mir und auch der Ein oder Andere Vollkreis waren "drinn". Schwebemäßig konnte ich den Hubi von hinten und von den Seiten aussteuern, aber noch nicht von vorne, dem sogenannten "Nasenschweben". Eigentlich sollte das Nasenschweben von Anfang an auf dem Trainingsplan stehen, aber ich habe es sträflich vernachlässigt. Im Laufe der Zeit wurden die Flugkünste besser und die Heliflotte größer. Heute fliege ich ausschließlich Elektrohubschrauber, wobei sich zur Zeit vier T-Rex Heli´s in der Flotte befinden. |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Januar 2012 um 07:14 Uhr |

